NiwoHate

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NIWOHATE

(Post Rock, Post Metal)

Lass uns keine Schubladen bauen, lass uns nicht Namensgebungen erörtern, lass uns einfach lauschen und schwelgen. Wir werden in den Wogen ertrinken, einen kleinen Lufthauch schnappen, uns werden Kiemen wachsen, unsere Körper können sich auflösen, bis nur noch Trommelfell und Ohrmuschel existieren. Lass es uns als Chance begreifen, vor einer hohen Mauer zu stehen, das Beste und nicht Verzweiflung aus der Überwältigung ziehen und aus den Brocken, die sie uns hinwerfen ein eigenes Denkmal substantieller Subjektivität erbauen.

NiwoHate machen Postrock. Nicht das Outfit, nicht das Gesicht, nicht die Ansagen zählen, nur die Musik in ihren unendlichen Facetten. Das Auditorium ist frei in seinen Assoziationen. Jedes Album folgte einem epischen Konzept, das die Band mit Klangbildern untermauterte. Ihre tönenden Tatsachen zerfallen jedoch vor dem Ohr der Zuhörenden, die Essenz verschwimmt in der Existenz des Subjekts. Was bleibt, ist das Konstrukt des Moments und der Abdruck einer individuellen Deutung.

Als bandinternes Motto, das sich seit dem Erstlingswerk durch alle Arbeiten der vierköpfigen Kapelle zieht, haben die Jungs die Aufforderung: „Wir stellen die Leinwand und die Farbe; das Bild zur Musik malt sich jeder selbst“ erkoren. So arbeitet man, so fühlt man, egal ob im Proberaum oder auf der Bühne, es werden Rezeptionsmöglichkeiten geboten, wahrnehmen kann man sie, wie man möchte. Stets mäandern die Gitarren zwischen wanddicken Soundteppichen und ruppig-fettem Verzerrer, schmiegt sich der Bass mal sanft zwischen die Drums und die Melodie oder rumpelt sich forsch in den Vordergrund, um sich dort für ein Instrumentalduett mit den immer genau richtig nuanciert eingesetzten Drums einzufinden. Jedes Stück gleicht einer durchchoregraphierten Fabel, jedes Instrument ist zu laut, zu leise, zu weit vorn, zu wenig klar charakterisiert, zu melancholisch- zu viel und meist zur gleichen Zeit.

Aber statt sich der Einzelanalyse hinzugeben, kann man als Hörer schlicht die Augen schließen und sich vom Gesamteindruck und den instrumentellen Nuancen eine Geschichte erzählen lassen, sich einfach nicht um die „Performance“ und die „Interaktion“ der Band scheren und einfach anfangen, Bilder im Kopf zu malen.


„They play a really refreshing mix of Post-Rock, Indie Rock and I also felt a strong progressive vibe in some of their songs which requires that you take your time to listen to their album in full.“

(Post-Rock Essentials)


Dates
Date Venue City
29.09.2018 Klubovna Prag (CZ)

Releases

2010 – When Home Becomes A Strange Place

2013 – 2nd Man On The Moon

2016 – Daily Infinity


Video